|
 |
Preview von S.Altemeier (mail) | 27. August 2002
Metroid Prime stellt die lang erwartete Fortsetzung zum 1994 veröffentlichten
Super Metroid dar, welches damals auf dem SNES erschien. Um zu verstehen, warum
dieses Spiel sehnsüchtig erwartet wird, muss man erst einmal einen Blick auf die
vorrangegangenen Teile werfen. Das erste Metroid-Videospiel wurde für das NES
entwickelt und 1986 unter dem schlichten Namen Metroid veröffentlich. Es bestach
schon damals, trotz simpler 2-D Grafik, durch eine düstere Atmosphäre, die sehr
gut rübergebracht wurde und einem sehr clever ausgetüfteltes Gameplay. Obwohl
das Spiel ein Side - Scroller war, wurden dem Spieler viele Möglichkeiten
gegeben sich durch die Levels zu kämpfen; unter anderem mit Upgrades für
Spieler und Waffen. Durch die vielen Neuerungen und die gut durchdachte Story
wurde das Spiel ein großer Erfolg auf dem NES. Von daher war klar, dass
es eine Fortsetzung geben musste (vorher gab es noch einen Ableger auf dem
Game Boy, ebenfalls mit viel Erfolg), welche allerdings 8 Jahre auf sich
warten lies, bis hin zum genannten Jahr 1994. Super Metroid schloss da an,
wo der Vorgänger aufgehört hatte. Wiederum perfekt konzipierte Story und
fesselndes Gameplay ließen auch diesen Titel zum Erfolg werden. Danach
blieb es erst mal dunkel um die Metroidserie mit ihrer Heldin Samus Aran.
Es vergingen die Jahre und Nintendo brachte das N 64 auf den Markt. Jeder
Samus - Fan hoffte auf und erwartete eine Fortsetzung auf Nintendos 64 -
Bit Konsole; aber Fehlanzeige. Man wartete vergeblich, auch wenn Nintendo
ein neues Game der Serie, zumindestens halbwegs angekündigt hatte. Aber das
Projekt wurde nicht gecancelt, sondern auf den GameCube verfrachtet und so
erwartet uns nun ein Toptitel, der wahrscheinlich seines gleichen suchen wird.
So viel zur Einleitung in die Metroid - History; nun wird
sich dem bevorstehenden Spiel gewidmet.
Metroid Prime wird sich in punkto Story nahtlos in die vorherigen
Abenteuer von Samus Aran, der Weltraumjägerin einreihen. Die Story
in Metroid Prime beginnt irgendwo nach dem Ende von Super Metroid.
Während Samus sich in den Vorgänger mit Space - Piraten auf den Planeten
SR-388 und Zebes anlegte, wird sie dieses Mal nach Tallon IV geschickt. Obwohl
sich die Galaxie in einer kurzen Phase des Friedens befindet, hört man von
merkwürdigen Ereignissen auf dem Planeten. Und von daher wird Samus geschickt
um nach dem Rechten zu sehen. So beginnt das Spiel also in der Nähe von Tallon
IV. In der Nähe deshalb, weil man auf einer Raumstation im Orbit vom Planeten startet,
wo man erste Instruktionen erhält. Mehr Details zur Story sind derzeit noch nicht bekannt.
Nun widmen wir uns dem Gameplay des Spiels. Zu erwarten ist natürlich wieder ein sehr
ausgefeiltes Gameplay, welches sich aber, unter anderem auf Grund der neuen technischen
Möglichkeiten, im Vergleich zu den Vorgängern in einigen Punkten geändert hat. Die erste
Neuerung ist die, dass Samus Aran jetzt zum Großteil aus der Ego-Perspektive gesteuert wird.
Zwar nicht die ganze Zeit - manchmal schwenkt die Kamera in die 3rd Person Perspektive um
(zum Beispiel wenn Samus sich in einen Ball verwandelt, aber dazu später mehr) - aber den
Großteil der Zeit guckt man durch das Visier von Samus. Wer jetzt aber auf die Idee kommt
er hätte es mit einem reinen 3-D Shooter zu tun, irrt sich. Um diesen Eindruck erst gar
nicht entstehen zu lassen, beschreibt Nintendo das Spiel auch als "First Person Adventure".
Denn der Blick den man durch das Visier auf die Levels erhält, entspricht keinesfalls dem
eines Standard Ego-Shooter. Die Retro Studios, die sich als 2nd Party Hersteller diese Mal
für Samus und ihre Abenteuer verantwortlich zeigen (die vorherigen Spiele wurden alle von
Nintendo selbst entwickelt), haben die Perspektive so gestaltet, dass man wirklich denkt
man sei Samus selbst. Dies macht sich durch verschiedene Dinge bemerkbar, wie z.B.
Kondensation auf dem Visier, wenn Samus heiße Orte betritt, etc. Durch solche Effekte,
probieren die Entwickler, den Spieler in die Welt der Samus Aran zu entführen und diese
Welt dann auch realistisch erscheinen zu lassen. Natürlich wird auch an Extras und Upgrades,
welche in den Vorgängern so beliebt waren, nicht fehlen. Neben der Standard Plasmakanone,
welche Samus immer bei sich trägt, wird es viele weitere Schießprügel geben, aber auch
Bomben, welche nicht nur zur Gegenerbekämpfung dienen, sondern auch zum Türen öffnen von
Nöten sind. Ebenso soll es Samus möglich sein, während des Spiels neue Fähigkeiten zu
erlernen, die ihr im Kampf aber auch im allgemeinen nützlich sein werden.
|
Nun aber zur zweiten großen Neuerung im Gameplay: Und dies ist eindeutig die
Verwandlungsfähigkeit von Samus in eine Art Ball. Diese Eigenschaft ist kein "Gag"
der Entwickler oder eine Art der schnelleren Fortbewegung, sondern ein wichtiges
Element, ohne das man das Spiel nicht annähernd durchspielen kann. So kann es z.B.
sein, dass sich Samus in einem Level vor einer Wand mit einem Loch steht und die
einzige Möglichkeit weiter zu kommen, die Verwandlung ist. Dann rollt man in das
Loch und begibt sich auf eine "Fahrt" durch eine Röhre. Solche oder ähnliche Situationen
wird es im Spiel des öfteren geben. Aber man kann durch die Kugelform auch Geheimgänge
entdecken, oder versteckte Gebiete erreichen. Wen das Gameplay schon reizt dieses Spiel zu spielen, der wird erst recht
einen Freudentanz aufführen, wenn er die dazu gehörende technische Umsetzung
sieht und hört. Denn in welches Gewand die Entwickler des Retro Studios Samus
und Konsorten gepackt hat, ist selbst für verwöhnte GameCube Spieler ein absolutes
Highlight. |  |
Die Grafik ist schon in den vorher veröffentlichen Videos Screenshots
kaum zu vergleichen. Die Grafikengine bietet alles was das Spielerherz begehrt.
Von mehrfachen Reflektionen über Spieglungen, Schatten/Licht und- Partikeleffekten
bis hin zur detaillierten Darstellung von Räumen und Landschaften ist alles
vorhanden und damit wird nicht gegeizt. Laut mehreren Quellen wird das Spiel
konstant mit 60 FPS laufen, was allerdings erst geklärt werden kann, wenn
das Spiel erscheint und man die Möglichkeit des Tests hat. Am atemberaubbesten
sehen allerdings die vielen Zwischensequenzen aus, welche alle in Echtzeit
berechnet werden und nicht, wie man denken könnte, gerendert sind. Diese Masse
an Grafikeffekte kommt denen bis jetzt gezeigten Levels natürlich sehr zu gute.
Die Räume, groß wie klein, sehen grandios aus und der Weitblick, der sich einem
des Öfteren bietet, lässt einem schon mal die Kinnlade runterfallen.
Die Charaktere strotzen nur so vor Polygonen und heben sich in Sachen Detailgenauigkeit
sogar noch von der Umgebung ab. Die dadurch entstehende Atmosphäre wird noch durch
den sehr guten Sound abgerundet. Das Spiel wird Dolby Pro Logic II unterstützen und
so den optimalen Klang mit in die heimischen Zimmer bringen.
Fazit:
Was die Retro Studios da vollbracht haben ist schier gewaltig.
Mit Bombastgrafik und gewitztem Gameplay werden wir wohl einen
der Toptitel der GameCube Ära zu erwarten haben. Allerdings hoffe ich ja,
dass die Entwickler die vielen Innenräume nicht so einfallslos und trist wirken
lassen, wie zum Beispiel in Halo. Obwohl man sehr, sehr zuversichtlich sein kann, dass dies nicht zutrifft.
Metroid Prime erscheint am 18. November in den USA. Ein genauer Releasetermin für
Europa steht noch nicht fest, wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach am Anfang von 2003 liegen.
Von S.Altemeier
| GCX Wertung |
| Prognose |
Super |
|


© Copyright GameCube X 2001 - 2006 | All rights reserved
|
 |
|
Preview: Metroid Prime
Hersteller Nintendo/Retro Studios
Genre First-Person Action
Spieler 1
Release März 2003
|
|  |
|