XIII
Preview von S. Altemeier (mail) | 15. Oktober 2002

Jeder, der den Namen des Spiels XIII (ja es heißt wirklich so) zum ersten Mal hört, wird sich wohl fragen, was denn hinter diesem doch etwas seltsam anmutenden Titel steckt. Die Antwort ist ganz einfach, denn XIII ist der Name des neuen Ego-Shooters von Ubi Soft im Cel-Shading Look (Cel-Shading ist ein Grafikstil, bei dem um Personen, Objekte und auch Hintergründe schwarze Linien gezogen werden, so dass das Spiel eine Art Comic Touch bekommt). Viele werden sich jetzt fragen, wie denn Cel-Shading und Ego-Shooter zusammenpassen, doch dazu später mehr.

Kommen wir erst mal zur Story, welche auf einer, in Deutschland nicht sehr bekannten, französischen Comicserie beruht und mit dem Mord eines Präsidenten beginnt. Was jedoch der Hauptcharakter, welcher mit Schusswunde und komplett ohne Gedächtnis am Strand aufwacht, damit zu tun hat, ist zuerst natürlich noch völlig unklar. Das einzige, was er an Hinweisen auf seine Identität hat, ist ein Schlüssel für ein Schließfach und eine Tätowierung auf einem seiner Schulterblätter mit dem Symbol der römischen Ziffer XIII. Da dies sein einziger Anhaltspunkt ist, nennt sich unser Hauptcharakter ab sofort nach seiner Tätowierung und spätestens jetzt weiß auch jeder, wie der Titel des Spiels zustande kommt. Doch XIII bemerkt schnell, dass sein Gedächtnisverlust nicht sein einziges und vor allem nicht sein größtes Problem ist, denn jemandem gefällt es überhaupt nicht, dass unser Charakter frei herumläuft. Und so ist die Aufgabe von XIII, also die des Spielers, klar. Möglichst schnell Informationen über seine Identität finden und vor allem den Leuten entkommen, die ihn gerne tot sehen würden. Informationen über seine Identität erhält XIII vor allem in spielbaren „Flashbacks“, die in schwarz/weiß gehalten sind um die Stimmung zu wahren. In diesen Abschnitten wird XIII auch einige seiner Aufgaben erhalten.

Um überhaupt gegen die ganzen Feinde anzukommen, die XIII von Anfang an erwarten, gibt es natürlich jede Menge Schießprügel und andere Gegenstände, die das Leben unseres Charakters doch um einiges verlängern sollten. Sein Waffenarsenal reicht von der Standardpistole über die Schrotflinte bis hin zur Harpune. Doch nicht nur diese Standardwaffen, können gegen die Gegner eingesetzt werden. Denn auch abgebrochene Flaschen können den Gegnern ein "Arr" aus der Kehle drängen lassen und Holzstühle eignen sich ideal um störendem Wachpersonal mal kurz das Licht abzuschalten und sie so "schlafen" zu legen. Außerdem hat XIII immer mehrere Wurfmesser oder ähnliches bei sich, damit er sich lautlos seine Gegner vom Hals schaffen kann.

Auch es ist nicht immer notwendig in den offenen Kampf zu gehen oder Gewalt anzuwenden, denn es gibt auch Alternativen um seine Haut vorerst zu retten. Zum Beispiel ist es möglich seinen Feinden auszuweichen, denn XIII verfügt über eine Art sechsten Sinn, durch den er Gegner frühzeitig an "Tap, Tap" Einblendungen erkennen kann.
Des weitern kann XIII Wachen, die gerade unaufmerksam waren, als "menschliche Schutzschilde" gebrauchen, was zwar nicht die feine englische Art, aber manchmal trotzdem sehr effektiv ist. Denn die meisten Gegner überlegen sich es dann zweimal, ob sie das Leben ihres Kollegen riskieren wollen. Manche hält es aber trotzdem nicht davon ab, ihren Auftrag auszuführen und fangen trotz des Kollegen an, auf XIII zu schießen. Aber es gibt auch viele Situationen, die eher durch schleichen und logischem Denken gelöst werden wollen, als durch wildes Geballere. Zum Beispiel kann man eine ganze Gruppe von Gegnern viel einfacher ausschalten, in dem man den Container, welcher über ihnen hängt zum Herunterfallen bringt.

Dabei kommt dann auch die im Comiclook gehaltene Grafik voll zur Geltung. Man sieht beim Aufprall nämlich ein lautes "Kabumm" oder ähnliches, sowie es in Comics meist auch der Fall ist. Und nicht nur für solche Spielereien ist der Comiclook gut, denn es gibt auch spielerische Elemente, wie zum Beispiel den eben angesprochenen "Tap, Tap-Effekt" oder auch ein großes "?" über den Gegnern, wenn sie meinen etwas verdächtiges gehört zu haben, die mit stinknormaler Grafik nicht so einfach realisierbar gewesen wären. Wer jetzt meint, die Grafik würde durch das Cel-Shading schlecht oder gar kindisch aussehen, der liegt ganz schön daneben. Denn die Grafik-Engine von XIII beruht auf der aktuellen Unreal Warfare-Engine, welche auch in dem aktuellen Epic Spiel „Unreal 2K3“ eingesetzt wird. Wer dieses Spiel schon mal gesehen hat, weiß, was für weitläufige Außenareale und riesige Außenwelten diese Engine darstellen kann. Man hat halt bei XIII das ganze nur im Comiclook gehalten, was dem Spiel eine ganz eigene Atmosphäre und einen ganz eigenen Reiz gibt und vor allem, von anderen Spielen, die es in diesem Genre so gibt, abgrenzt. Zum Schluss sei noch der Multiplayer erwähnt, welche die Entwickler einbauen werden. Genauere Details, als das es mehrere, verschiedene Klassen geben wird, sind aber leider noch nicht bekannt. Falls es aber neue Informationen geben wird, werdet ihr natürlich hier auf der Seite darüber informiert werden.

Fazit:
Wenn Ubi Soft es wirklich schaffen sollte die restlichen Missionen und Aufträge spannend zu gestalten, handelt es sich bei XIII wohl um eine der interessanten und spannendsten Storys, die es in einem Ego-Shooter für eine Konsole gibt. Auch die kleinen, aber feinen spielerischen Elemente, die es bis jetzt noch nicht gab, werden wohl dafür sorgen, dass XIII ein Shooter der Extraklasse wird. Ich auf jeden Fall freue mich jetzt schon auf den März 2003, denn dann soll XIII aller Vorrausicht nach erscheinen.

Von S. Altemeier
GCX Wertung
Prognose Sehr Gut


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