Driver 3
Preview von M.Kreuzer (mail) | 09. Mai 2003

"Driver"... wohl eines der bekanntesten Auftragsfahrer-Spiele, die es gibt. Doch der Nachfolger des so ruhmreichen ersten Teils hielt nicht das was, was er vorab versprach. Böse Zungen behaupten heute noch, "Driver" sei "GTA", nur aufs Fahren spezialisiert und längst nicht so gut. In der Tat ähneln sich die beiden Titel, wobei es bei "Driver" auch wirklich hauptsächlich ums Autofahren geht und es ein wenig geradliniger ist. Hier ist halt die Frage, was man favorisiert und was nicht. Fakt jedoch ist, dass "Infogrames" nach dem zweiten, eher misslungenen Teil, den starken Konkurrenten "GTA" nicht einfach davon ziehen lassen kann. So wird bereits fieberhaft am dritten Teil gewerkelt, doch ob er tatsächlich an den starken Konkurrenten heranreichen kann bleibt fraglich.

"Driver 3" bedient sich Autos, welche aus verschiedenen Generationen sind, jedoch schon stärker motorisierte Autos und keine kutschenartigen Gefährte. Das Spiel kommt zwar ohne Lizenz aus, aber die aus den Screenshots entnehmbaren Autos tragen wohl höchstens eine gefälschte Automarke, denn vom "BMW 507", "Lamborghini Countach" oder gar vom "Citroen CX" gibt es sehr original getreue, virtuelle Abbilder.

Die Städte werden aber sehr originell wiedergegeben und wirken sehr realistisch auf den bisher gezeigten Screenshots. Leute die Videos vom Spiel gesehen haben, konnten diese realitätsnahe Optik jedoch nicht bestätigen. Bleibt also abzuwarten, was sich ergibt, zumal auch die bisherigen Screens von der Xbox Version stammen. Die Grafik soll durch ein "Self-Shadowing" unterstützt werden, worauf die Entwickler stolz sind. Dieser Grafikeffekt ermöglicht nicht nur das werfen von Schatten auf Gegenstände oder Wände sondern auf sich selbst. Schwer vorzustellen, aber doch möglich. Am Beispiel des Kofferraumes zu erklären: Wenn die Klappe auf ist, wird nicht nur ein Schatten auf den Asphalt geworfen sondern auch auf den Rest des Fahrzeuges und in den Wagen (die Lade). Des Weiteren soll viel zu zerstören sein, wie etwa an Restaurants rumstehende Stühle oder ähnliches. Hier lässt es sich einfach durchbrausen. Das soll auch der Knackpunkt am Spiel sein, was es von den anderen unterscheiden soll. Die Physik, sowohl bei Gegenständen als auch bei und Schatten, ist das Prunkstück des Spiels. Welche Rolle die Fußgänger bzw. Passanten und Einwohner spielen ist auch klar definiert: Sie haben komplettes Eigenleben. So unterhalten sie sich und können eventuell in Verfolgung und Polizeiliche Fahndung aufgenommen werden. Auch dieses mal wird man in "Driver 3" aussteigen können und sich z.B. anderer Autos bemächtigen.

Auf dem GameCube hätte "Driver" bislang keine Konkurrenz und könnte sich somit klar im Genre durchsetzen. Doch erst mal muss das Grafikniveau erreicht werden und das Spiel zu überzeugen wissen.

Fazit:
Man kann gespannt sein ob "Driver 3" tatsächlich an Größen wie "GTA" heranreichen kann. Leider ist noch nicht allzu viel bekannt und über die GameCube Version schon mal gar nicht.

Von M.Kreuzer
GCX Wertung
Prognose Gut


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