Custom Robo: Battle Revolution
Preview von L.Peterke (mail) | 15. April 2004

Als Nintendo letztes Jahr auf der E³ Custom Robo für den Gamecube präsentierte, stieß das bei uns in Europa auf ein bisschen Unverständnis. Deshalb nun die Aufklärung: Custom Robo feierte sein Debüt auf dem N64 und bekam sogar schon einen GBA-Teil spendiert, nur leider blieben bis Dato jene Custom Robo-Spiele nur den Japanern vorbehalten. Mit dem neuen Custom Robo, das den schmucken Beinamen "Battle Revolution" trägt, stehen die Chancen nun aber doch relativ gut, das auch Europäer in den Genuss dieses Mech-Spektakels kommen. Grund genug also, um mit diesem Preview Auskunft über dieses Spiel zu geben, das in Japan bereits eine große Fangemeinde gewonnen hat.

Der Knackpunkt in Custom Robo sind sicherlich die spektakulären Arenafights. Da ihr euch ohne Mech allerdings nicht auf das Schlachtfeld trauen könnt, geht’s erst einmal ab in die „Werkstatt“. Hier kommt schon eine der Innovationen des Spiels zum tragen: Die Mechs werden nämlich nicht in Shops gekauft, sondern müssen selbst zusammengeschustert werden. Ihr habt die Möglichkeit aus über 200 Bauteilen einen ganz individuellen Mech zu schrauben, den ihr dann später in die gut 30 Arenen scheucht. Neben alten Maps, die es schon im N64-Teil gab, sind natürlich auch viele neue hinzugekommen. Vom "Canyon" bis zum "Warehouse" ist alles vertreten.
Auch wenn euer Mech nach dem Besuch in der Bastelwerkstatt laufen kann, braucht er natürlich noch die nötige Feuerkraft. Auch hier hat sich Nintendo nicht lumpen lassen und erlaubt dem Spieler seinen Roboter mit Homing-Missles, Dronen und einer Vielzahl an Kanonen und MGs auszustatten. Alleine 50 verschiedene Waffen und 30 Bombenarten stehen auch zur Verfügung. Wem das noch nicht genug ist, der kann diese Waffen selbstverständlich noch kombinieren.
Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, wenn ihr zu Beginn des Fights nur Würfel in der Arena seht: Die Würfel stellen die Roboter da, die dann zu Kampfbeginn zu eurem Mech morphen. Auch wenn es das stylische Intro nicht vermuten lässt, so finden die Kämpfe aus der Vogelperspektive statt! Obwohl dies bei einigen auf Missverständnisse stoßen wird, so hat Nintendo aus meiner Sicht damit doch alles richtig gemacht. Das Kampfgeschehen ist stets übersichtlich und die einzelnen Details der Mechs sind gut zu erkennen. Laut Nintendo soll Custom Robo auch das LAN-Feature unterstützen. So soll es möglich sein mit insgesamt 16 Leuten zu spielen. Welche Modi es gibt, ist mir bis jetzt zwar nicht bekannt, so darf man jedoch guten Gewissens vermuten, das es sich dabei um Standardmodi wie Deathmatch, Team-Deathmatch oder Punktematches handeln wird.
Wer keine Lust hat, sich mit anderen Kumpeln zu duellieren dürfte am Story-Modus mehr gefallen finden. Hier spielt ihr eine Anime-mäßige Story im Stile von Gundam Wing. Ihr steigt dabei in eine von insgesamt 30 Mechs, die zum Teil schon aus den Vorgängern bekannt sind. Eine von ihnen ist der "Ray MK II". Wer sich die anderen Recken ansehen möchte, schaut sich am besten ein paar Screenshots an, oder stattet der Trophy-Galery in Super Smash Brother Melee einen Besuch ab, da auch dort der eine oder andere Mech wiederzufinden ist.

Nachdem ihr euch dann mit dem Tutorial beschäftigt habt, dass euch die verschiedenen Funktionen eures Mechs näher bringt, werdet ihr Mitglied der sogenannten „Steel Hearts Bounty-Hunter Squad“. Im Auftrag dieser Organisation kämpft ihr als Kopfgeldjäger mit eurem Mech für eine bessere Welt, wobei ihr es mit vielerlei Gesindel zu tun bekommt. Die Duelle die ihr bestreitet sind mit einer festen Story verstrickt, die zwischen den Kämpfen mithilfe von Dialogen vorangetrieben wird. Nach und nach könnt ihr auch hier euren Mech mit neuen Extras ausstatten.
Wem dass noch nicht genug ist, der kann sich im Trainings-Modus austoben, wo er seine selbstgebauten Mechs auf Herz und Nieren prüfen kann. In einer Schlicht gehaltenen Umgebung, die den Eindruck einer "Metal Gear Solid: VR-Missions" erweckt, habt ihr nicht nur die Möglichkeit die verschiedenen Funktionen zu testen, sondern dürft auch eine Reihe von diversen kleinen Aufgaben erledigen. Diese sind mit den Event-Matches aus Super Smash Brothers: Melee zu vergleichen. Wie in Nintendos Beat em‘ up dürft ihr hier Gegner innerhalb eines Zeitlimits ausknocken, oder Kämpfe unter anderen Bedingungen gewinnen.

Fazit:
Bereits im Mai soll Custom Robo in den Staaten herauskommen. Zwar ist es für Europa noch nicht angekündigt, ich rechne aber fest mit einer Veröffentlichung bei uns in Europa. Wer also nicht mehr neidisch auf die Xbox schauen möchte, die mit Spielen wie "Mech Assault" oder "Steel Battalion" protzt, der sollte sich dieses Spiel unbedingt geben!

Von L.Peterke
GCX Wertung
Prognose Sehr gut


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