The Incredible Hulk: Ultimate Destruction
Preview von B.von Klitzing (mail) | 22. August 2005

Während der der erste Hulk-Titel für den Cube noch auf wenige Gegenliebe stieß, zeichnet sich für den Nachfolger ein besseres Schicksal ab.
Im Kern bleibt das Spielgeschehen seinen Lizenz-Wurzeln treu und so kämpft man sich als übelgelaunter, grüner Architekten-Alptraum immer wieder durch neue Gegnerhorden und macht auch nicht vor jeglichen Gebäuden oder Fahrzeugen halt.
Zu Beginn des Spiels lernt man wie gewohnt sämtliche Facetten der Steuerung in einem nett gemachten Tutorial: Inmitten einer in einer Wüste gelegenen Forschungsbasis wird jede Aktion wie Sprünge, Schläge, Spezialattacken, Klettern, Werfen, etc einmal ausprobiert und einige Itemsammel-Parcours bewältigt.
Eventuell in den Weg geratende Soldaten werden dabei gerne in Kauf genommen. Danach geht es in das erste richtige Level, welches ebenfalls ein einer Wüste spielt, aber trotz eher langweilig gestalteter und eingerichteter Gegenden durchaus fesselt:
Beim Kampf gegen Helikopter, Soldaten mit MPs und Raketenwerfern und Panzer kommt kaum ein Moment der Ruhe auf und wenn doch einmal der nächste Checkpoint in aller Ruhe anvisiert werden kann, dann bietet sich die Gelegenheit das Spiel als „Grüne-Muskelmasse-Simulation“ zu betrachten und einfach wie wild mit aufgeladenen Sprüngen durch die kaum existente Botanik zu springen, bzw. beinahe schon zu fliegen oder Wände hochzukraxeln oder die Umgebung auseinander zu nehmen. Generell macht es zunächst eine Menge Spaß alles ein paar Mal auszuprobieren.
Stier-ähnlich auf die Gegner zulaufen? Mit mehreren kleinen Hopsern sich annähern? Einen Baum aus dem Boden rupfen und ihn schmeißen oder als Prügel benutzen? Einen Soldaten hochheben und mit ihm den Heli bewerfen? Mit einer Spezial-Kombo den Panzer zerlegen? Oder doch nur mit wuchtigen Schlägen in die Wand nach oben klettern und in Sicherheit bringen?
Nach diesem ersten „echten“ Level geht es zunächst in den Fähigkeiten-Shop, wo unter anderem neue Kombos für Smash-Points und somit für besiegte Feinde gekauft werden, bevor es in eine Großstadt geht, die nicht nur aus Story-Missionen, also Pflichtmissionen, besteht, sondern auch aus kleinen freiwillig zu erfüllenden und unregelmäßig wiederkehrenden Nebenaufgaben. „Moment?! Das kenne ich doch.“
Richtig, dieses Konzept boten schon Spiderman 2 und True Crime - Streets of LA, aber es ist immer noch innovativ genug um The Incredible Hulk: Ultimate Destruction besser als andere Film-Versoftungen wirken zu lassen.
Die zahlreichen Möglichkeiten und die sehr gut gelungenen Animationen lassen dann auch erst einmal keine Langeweile aufkommen und man möchte sich manchmal unbewusst das Shirt zerreißen ohne Rücksicht auf die Umwelt, allerdings stellt sich auch die Frage, wie lange der neue Activision-Titel wohl motivieren werden kann.
Wenn man sich an den verschiedenen Aktionen satt gesehen hat, dann wird wohl auch die Suche nach den 60 versteckten Comic-Heft-Covern nicht mehr allzu viel helfen können und das Spiel wird wahrscheinlich nach einiger Zeit eine eher monotone Angelegenheit, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, denn schließlich konnte ich noch keinen Boss-Kampf erleben und kann auch noch keine Aussagen über die Story machen.
Ein schlechtes Spiel dürfte The Incredible Hulk: Ultimate Destruction jedenfalls nicht werden, aber um an die Elite der Film-Versoftungen heranzureichen wird es wohl doch an einigem mangeln. Zum Ausleihen aus der Videothek über das Wochenende oder für Hulk-Fans ideal, alle anderen sollten vielleicht warten, bis es zum Budget-Preis zu haben ist.
Von B.von Klitzing
GCX Wertung
Prognose Gut


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