The Legend of Zelda - The Wind Waker
Review von M.Wagner (mail) | 06. April 2003 | US Version

Schon seit jeher erschien und begeisterte auf jeder Nintendo Konsole zumindest ein Ableger der Zelda Serie die Spielerwelt. Kein Wunder also, dass "The Legend of Zelda" wohl die beliebteste Nintendo Spielserie überhaupt ist. Mit "Zelda - Ocarina of Time" und dessen Nachfolger "Majora`s Mask" definierte man auf dem N64 das Fantasy-Action-Adventure Genre neu, konnten doch beide Teile mit nahezu perfektem Gameplay, fesselnder Story und seiner Zeit technisch revolutionär umgesetzter 3D Grafik aufwarten.
Die Erwartungen an das Sequel "The Legend of Zelda - The Wind Waker" für die Next Generation Konsole GameCube lagen daher extrem hoch. Wohl kaum ein anderes Spiel stand bereits im Vorfeld so sehr in der Diskussion wie der jüngste Spross der Serie, teilte doch die Umstellung auf die etwas unkonventionelle Cell-Shade Optik das Spielerfeld in zwei Lager. Mit dem lang erwarteten US Release konnten wir uns nun endlich auch ein Bild darüber machen, ob Nintendo’s Mastermind Shigeru Miyamoto mit "The Wind Waker" der erwartete Geniestreich gelungen ist.

Gameplay:
Für die erste faustdicke Überraschung sorgt direkt ein ordentlicher Sprung in der Spielgeschichte - von dem wundersamen Königreich Hyrule wissen nur noch die Legenden zu berichten: Ihnen zu Folge wurde das einst mächtige Königreich von einer unvorstellbar bösartigen Macht heimgesucht und musste sich dem Sturz in die Dunkelheit ergeben - der in grün gewandete "Held der Zeit" und Träger des Lichtes der Gerechtigkeit war nicht wie einst erschienen, um das Land von dem Bösen zu befreien.
Die Geschichte wurde zur Legende und in Andenken an den einstigen "Held der Zeit" haben es sich die Bewohner einer kleinen Insel seit jeher zum Brauchtum gemacht, die heranwachsenden Jungen an ihrem zwölften Geburtstag in grün zu kleiden.
Und hier, auf dieser abgelegenen Insel, beginnt auch schon das Abenteuer. Dort wohnt gemeinsam mit seiner Schwester und der Großmutter ein kleiner blonder Junge, den wir der Einfachheit halber mal "Link" nennen wollen. Link kommt heute die große Ehre zuteil, ganz in grün gekleidet zu werden. In einer Art kleinem Tutorial erlernt ihr die grundlegenden Spielmechanismen wie Steuerung und Kämpfen. Der Tag steht jedoch unter einem schlechten Stern, treiben doch ein riesiger Vogel, gefolgt von einem Piratenschiff ihr Unwesen vor der Bucht der kleinen Insel. Ein Blick durch das Fernrohr klärt die Umstände der merkwürdigen Verfolgungsjagd auf - der Vogel hält nämlich ein kleines blondes Mädchen in seinen Klauen. In Bedrängnis geraten, wirft der Vogel seine "Fracht" über einem bewaldeten Inselareal ab. Link begibt sich natürlich sofort auf die Suche nach der kleinen Piratenbraut. Nach einigen Kämpfen gelingt es Link das blonde Mädchen namens "Tetra" zu retten, diese entpuppt sich als waschechter Kapitän der Piratenmeute. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit dem kleinen Link - um seine Beute beraubt kehrt nämlich der Riesenvogel erbost zurück, und ergreift mit seinen Klauen Link`s Schwester "Aryll" im Vorbeiflug.
Hiermit beginnt Link`s großes Abenteuer, der sich mit Hilfe der Piraten auf die Suche nach seiner entführten Schwester begibt. Auf seiner gefahrvollen Reise wird Link nicht nur diese erretten, viele Feinde besiegen und Freude an seiner Seite gewinnen. Vielmehr wird er seine eigene Berufung und die Geheimnisse um das untergegangene Königreich Hyrule lüften und die Welt von einem wiedererwachten und altbekannten Bösen befreien.

Anders als das sanft hügelige und bewaldete Hyrule, ist die neue Spielwelt fast ausschließlich von Wasser bedeckt - nur wenige zerklüftete Inselstädte ragen aus den Meereswogen hervor. Daher erweist sich das Schiff als bestes Fortbewegungsmittel:
In Form eines roten Drachenschiffes steht dieses Link ferner als Ratgeber bei seinen Abenteuern zur Seite. Die Segelreise zu See gestaltet sich durch Kompass und Kartennavigation recht einfach, würden da nicht diverse Seemonster wie fiese Riesentintenfische, bedrohliche Kanonen- und U-Boote sowie angrifflustige Riesenadler die Reise erschweren. Bevor Link im Spielverlauf eine schlagkräftige Kanone erwirbt, muss er vor den meisten Ungetümen fliehen. Zum Glück ist wenigstens der Wind unserem kleinen Link hold. Dank des magischen Zauberstabes "Wind Waker" kann er nämlich den Wind kontrollieren. Im Spielverlauf erlernt man allerdings noch weitere Fähigkeiten des Wind Waker`s - allesamt entscheidend für das Bestehen des Spieles. Der Wind Waker wird fast wie die Ocarina aus dem N64 Prequel eingesetzt. Durch zeitlich genau abgepasstes Einspielen von Melodien aktiviert man die jeweilige magische Kraft.
Insgesamt gibt es 49 Spielquadranten zu erforschen, damit bietet die neuste Zelda Episode wirklich ein riesiges Spielareal. In jedem Quadranten gibt es mehr oder minder spielentscheidende, gefährliche oder auch lustige Dinge zu entdecken. Gute Tipps und detaillierte Eintragungen erhält man von den dort ansässigen Fischen - eine erbrachte Portion Fischfutter vorausgesetzt. Besonders sammelwütige Spielernaturen können ihren Forscherdrang durch Schatzkarten ausleben. Nach langer Suche lassen sich mit dem Schiffskran einige nützliche Gegenstände vom Meeresboden heben.



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