Review von T.Wackerbauer (mail) | 28. Juli 2003 | PAL Version
Red Faction dürfte den meisten Spielern, aufgrund der Geo-ModTM-Technologie, wohl ein Begriff sein. Nun ist der Nachfolger erschienen und auch in Red Faction 2 könnt ihr, dank der selben Technologie wie im Vorgänger, fast die gesamte Umgebung in Schutt und Asche legen. Ob Red Faction 2 an seinen Vorläufer anknüpfen kann und man wieder soviel Spaß hat alles mögliche in die Luft zu jagen, habe ich für euch herausgefunden. Auf geht’s!
Gameplay:
Begrüßt wird man bei Red Faction 2 nicht, wie in den meisten anderen Games, mit einem Intro, stattdessen landet man direkt im Hauptmenü und hat die Wahl aus 5 Kategorien:
Einzelspieler, Mehrspieler, Profile, Optionen und Extras.
Zu Beginn müsst ihr jetzt erst einmal ein Profil für euch erstellen. Die Möglichkeit hierzu bekommt ihr in der Rubrik Profile, in welcher ihr dann auch zu späteren Zeitpunkten die Profile verwalten, oder eure Statistiken betrachten könnt.
Nachdem ich mir mein Profil erstellt hatte, habe ich mich sofort als Einzelspieler in den Kampf begeben. Zuerst jedoch musste ich noch den Schwierigkeitsgrad einstellen.
Das Spiel selbst beginnt mit einer kleinen Sequenz, in welcher ihr vor einem Bunker abgesetzt werdet und ein bisschen über eure Mission erfahrt. Dann geht es auch schon ans Eingemachte und ihr erhaltet den Auftrag 4 Wachtürme zu zerstören, um einem Fluggefährt die Möglichkeit zu geben, das Haupttor zu zerschießen. Hier den Überblick zu behalten ist gar nicht so leicht, da von allen Seiten auf euch geschossen wird und ihr keine Zeit habt zu verschnaufen, um euch in Ruhe an eure Mission zu begeben. Habt ihr es dann endlich vollbracht, wird der Haupteingang zerschossen und ihr lauft hinein und habt den ersten Levelabschnitt geschafft. Es folgt eine Ladezeit von 6 Sekunden und schon geht es fließend weiter.
Auf diese Art und Weise gelangt ihr durch das komplette Spiel. Ihr kommt im Grunde nie aus dem Spiel raus und die Briefings werden euch während des Spiels durch die Sprachausgabe nach und nach gesagt. Zeit zum Ausruhen habt ihr also nur nach den Levelabschnitten, bei welchen gespeichert und der neue Abschnitt oder eine Sequenz geladen wird. Sequenzen kommen bei Red Faction 2 zugenüge vor und treiben die Story immer weiter an. Es warten auch noch einige unerwartet Wendungen auf euch, die ich aber nicht verraten werde.
Damit ihr wenigstens eine kleine Vorstellung von der Story habt, sage ich folgendes:
Ihr selbst dürft Alias, einen durch Nano-Technologie aufgemotzten Supersoldaten, mit dem Fachgebiet Sprengstoff, steuern. Ihr und 5 weitere Supersoldaten, welche übrigens alle vom Kanzler Sobot oder besser vom Diktator Sobot erschaffen wurden, macht euch auf den Weg, um selbigen Diktator zu beseitigen. Sobot selbst hat nämlich angefangen seine eigenen Kreationen zu fürchten und alle Supersoldaten, um die 2000 Stück, zu Staatsfeinden erklärt und sie jagen und natürlich töten lassen. Euer Ziel: RACHE.
Um dieses Ziel zu erreichen und zumindest eins der mehreren Endings zu sehen, seid ihr selbstverständlich mit bis zu 15 verschiedenen High-tech Waffen ausgestattet, welche ihr nach und nach finden könnt. Hat man eine der durchschlagskräftigen Waffen erbeutet, kann man auch direkt anfangen die Gegend zu zerballern oder eher gesagt zu zerbomben. Netter Nebeneffekt: Es werden auch viele eurer Gegner in diesen Feuerwerken zu Grunde gehen.
Aber das wird nicht reichen und ihr solltet immer fleißig alles an Munition aufheben, was ihr finden könnt, denn an Gegnern wird nicht gespart und eure Munition geht meistens sehr schnell dem Ende entgegen. Dies gilt natürlich auch für eure Lebensenergie, welche während eurer Kämpfe schon mal gegen Null laufen kann. Also immer die Augen offen halten und einsammeln, was es zu sammeln gibt.
Um Abwechslung in das Spiel zu bringen und um Alias und seinem Team auch mal einen Vorteil zu verschaffen, habt ihr während des Games öfters die Möglichkeit in verschiednen Fahrzeugen platz zu nehmen. Da hätten wir zum einen den Kampfroboter und den Kampfhubschrauber, oder wollt ihr doch lieber in einem U-Boot die Unterwasserwelt betrachten? Vielleicht habt ihr ja Spaß daran mit einem Panzer durch die Gegend zu brettern und alles platt zu machen, was sich zu nah heran wagt?
Nichts desto trotz bleibt das Spiel aufgrund der vielen Gegner, der manchmal knappen Munition und den manchmal unfairen Speicherplätzen recht knackig. Hinzu kommen die Probleme mit den Leitern und dem rumhüpfen (Dazu mehr unter Steuerung).
Es heißt also durch- und draufhalten und sich bis zum Ende durchbeißen. Leider ist dies schon nach wenigen Stunden der Fall und man sieht ein Ending über das TV-Gerät flimmern.
Sollte euch das Game selbst auf Leicht zu schwer sein, habt ihr ja immer noch die Möglichkeit euch mit Cheats zu versorgen und mit unendlich Munition durch die Level zu laufen. Dies sollte man auf jeden Fall einmal ausprobieren, nur um sich mal richtig abzureagieren.
Soviel zu den Solomissionen. Aber wie ich ja schon weiter oben verraten habe, bietet Red Faction2 auch einen Mehrspieler-Modus an und auf diesen gehe ich jetzt etwas näher ein.
Es gibt 8 verschiedene Spieltypen. Angeführt wird das Ganze natürlich vom altbewährten Deathmatch. Weiterhin kann Red Faction2 aber noch Team Deathmatch, Capture the Flag, Bagman, Team-Bagman, Arena, Team-Arena, sowie Regime, einen erst freizuspielenden Spieltyp, aufwahrten.
Bei dem Spieltyp Arena handelt es sich im Grunde um dasselbe Prinzip wie beim Deathmatch. Der einzige Unterschied ist hier, dass Arena Rundenbasiert gespielt wird. Solltet ihr also sterben, müsst ihr solange als Beobachter rumgeistern, bis einer, als der letzte Überlebende die Runde gewonnen hat. Darauf hin Leben wieder alle und die nächste Runde wird in Angriff genommen. Bei diesem Spieltyp zählen dann die gewonnen Runden und nicht die meisten Kills.
Der Andere wohl nicht so bekannte Spieltyp ist “Regime“. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um den Spieltyp Bagman, mit der Ausnahme, dass ihr hier keine Tasche, sonder einen großen Hut auf dem Kopf tragt, solltet ihr ihn in die Hände bekommen. In diesem Fall werdet ihr als der Diktator von den anderen gejagt.
Die restlichen Spieltypen sollte allerdings allen bekannt sein.
Wem es beim Spielen mit dem Kumpels zu öde ist, sollte mal einen Blick bei dem Menüpunkt “Bots managen“ werfen. Hier habt ihr die Möglichkeit euch 5 Bots je Profile zu kreieren. Diese könnt ihr verschieden stark machen, indem ihr ihnen eine eurer Meinung nach angemessene Anzahl an Punkte zuweist. Ob die Gesundheit, die Trefferquote, die Beweglichkeit, der Schadensfaktor, die Aggressivität oder das Defensivverhalten, hier bleibt nichts dem Zufall überlassen. Also ran an die Einstellungen und schon bald könnt ihr und eure Kumpels euch mit bis zu 5 Bots messen. Leider ist die Spieleranzahl begrenzt, so das maximal 6 Charakter in den Level rumlaufen. Solltet ihr als schon zu viert sein, können lediglich noch 2 Bots hinzugezogen werden.
Selbstverständlich könnt ihr die üblichen Einstellungen wie das Zeitlimit, die Waffen, das Punkte-Limit, die Anzahl der Spieler und der Bots oder den Schwierigkeitsgrad einstellen. Natürlich kann auch eins der 40 Level frei gewählt werden, einige müssen jedoch erst freigespielt werden.
Anders als bei den meisten Ego-Shootern, habt ihr hier die Möglichkeit im Mehrspielermodus Power-ups ein oder aus zustellen. Solltet ihr diese Option eingeschaltet haben und im Spiel eines der Power-ups aufsammeln, habt ihr für kurze Zeit einen verdoppelten Schadensfaktor, Unverwundbarkeit, einen Gesundheitsbonus, Slowmotion, oder Klette, wo ihr eure Gesundheit auffüllen könnt, indem ihr eure Gegner trefft. Hier kann man eigentlich nur sagen das Power-ups in Ego-Shootern reine Geschmackssache sind. Den Einen gefällt es, da sie etwas Abwechslung haben und die Anderen stört es, haben aber die Möglichkeit es aus zu stellen.
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