Review von M.Kleditzsch (mail) | 08. November 2003 | PAL Version
Niiiiiiiiiiintendoooooo – so beginnt der neueste Teil von Nintendo’s Evergreen „Mario Kart“ mit dem Untertitel „Double Dash!!“ welcher sich aus den inzwischen wohl bekannten Zweisitzer-Karts ableitet.
Riesige Erwartungen werden für diesen Titel an Nintendo gestellt. So war der Schritt von 2D (SNES) zu 3D (N64) schon fast selbstverständlich ein Meilenstein, dieses Mal jedoch musste sich Nintendo schon ein bisschen mehr einfallen lassen, um auf der einen Seite die Hardcore-Gamer bei der Stange zu halten, die sich einige Innovationen wünschten, aber auch um dem Durchschnittskäufer bei Media Markt oder Saturn sagen zu können: „Wir haben es immer noch, und es macht immer noch Bock“
Nachdem ich persönlich schon das Glück hatte, die Games Convention Version ausführlich anzutesten (und auch die E³ Version kannte) wusste ich ja in etwa was mich erwartet. Nintendo beziehungsweise das Developement Team welches auch schon bei Luigi’s Mansion und Super Smash Bros. Involviert war hat sich einige lustige Veränderungen zum Vorgänger ausgedacht um (hoffentlich) alle Zielgruppen zu befriedigen. Man setzt einfach (!) zwei Fahrer auf ein Kart. Ob dieses Rezept aufgeht werde ich Euch nun verraten – lest selbst:
Mit der Erwartung, einen wirklich genialen System-Seller in den GameCube zu legen startet man also mit zittrigen Fingern den kleinen Würfel und wird (nach dem „Niiiintendoooo“ Schrei von Mario) nun erstmal gefragt, ob man denn den 60 Hz Modus einschalten möchte – falls man 6 Sekunden lang nicht darauf „antwortet“ schaltet der GCN sich automatisch in den Standard-50Hz Modus. Wirklich gut gelöst – denn nun muss man beim booten nicht immer den B-Knopf gedrückt halten.
Direkt darauf bekommt man auch schon in Ingame Grafik einen Vorgeschmack auf das, was man in wenigen Augenblicken auch selber steuern darf. Ein storyfreies, nett anzuschauendes Intro macht uns also heiß auf den Titel.
Nachdem man nun den Startbildschirm mit der Start-Taste gebeten hat, zu verschwinden, will dieser aber nicht wirklich, denn das „Press Start“ mutiert zum Menü – und der Aufbau erinnert wirklich stark an Mario Kart auf dem Game Boy Advance. Wer hat da wohl geklaut. Zur Auswahl stehen am Anfang drei Punkte – „Spiel Starten“ – „Optionen“ und „Rekorde“. Meine zuvor gesammelten Spitzenrekorde wollt ihr ja bestimmt nicht hören (hehe) deswegen gehen wir mit einem kleinen Abstecher über die Optionen zum Spiel.
Die Optionen sind wirklich nicht sehr ausführlich ausgefallen, bieten einem aber die Grundfunktionen, die man zum Teil auch bei anderen Mario-Teilen vermisst hat. So kann man den Ghost-Fahrer (beim Zeitfahren) hier generell ausstellen oder die „Item Auswahl“ im Multiplayer-VS-Modus von Standard auf „Furios“ verstellen. Wirklich kurios.
Naja – weg mit den Optionen – wen interessieren die denn auch schon, wenn man Mario Kart zocken kann – und rein ins Gameplay.
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Gameplay:
Wruum – so oder so ähnlich fühlt man sich, wenn man sich an ausgedehnte Multiplayer Duelle auf dem guten alten SNES oder dem guten nicht ganz so alten N64 erinnert. Auch dieses Mal kribbelt es in meinen Fingern ganz schon beim Klicken auf „Spiel Starten“ – es begrüßt mich ein Auswahlbildschirm mit wie vielen Spielern ich denn gerne Spielen möchte. Komischerweise wird die Anzahl der angeschlossenen Controller nicht angezeigt oder hindert mich nicht daran, eine zu hohe Spieranzahl anzugeben. Soll mich aber nicht stören. Sollte ich mich nun für den Single Player Mode entscheiden stünden mir der Grand Prix Mode und der Zeitfahr-Mode zur Auswahl – ersteres dann (zuerst) mit den klassischen Anordnungen 50,100 und 150 ccm beziehungsweise „Pilz-,Blumen- und Stern-Cup“ (ja, die Übersetzung ist nicht die Größte – dazu aber später) – später kommen da aber noch Möglichkeiten hinzu (die ich hier aber nicht nennen will [RAINBOW ROAD *brüll*] – sorry)
Die dort zur Auswahl stehenden Strecken erinnern größtenteils an schon auf dem N64 dagewesene, sind jedoch natürlich komplett neu gestaltet. So – um nur ein Beispiel zu nennen –hat sich die Koopa-Beach in die „Peach-Beach“ verwandelt und die schon aus Super Mario Sunshine bekannten „Strandläufer“ versuchen uns hinauf in den Himmel zu schleudern. Gerade solche Elemente wurden bei Mario Kart wirklich oft eingebaut – bewegliche Fragezeichen (in denen nach wie vor Power Ups versteckt sind) oder eben bewegliche Gegner (zum Beispiel der Kettenhund oder herumwatschelnde Toads), was natürlich auch zum Schwierigkeitsgrad hinzukommt. Weitere Streckennamen wie Yoshi’s Piste, Pilz-City oder DK-Bergland zeigen auf, dass das komplette Game synchronisiert wurde. So ist auch die Zielflagge mit dem fliegenden Koopa eingedeutscht (z.B. „Letzte Runde“).
Man hat natürlich auch die Möglichkeit im Multiplayer zu spielen. (Wobei ein ausführlicher „Wir zocken Mario Kart im LAN Modus“ Test noch folgt – auf diesen Aspekt können wir leider noch nicht eingehen) Dort ergeben sich jedoch unglaublich viele Möglichkeiten. So könnte man auch zu viert einen Grand Prix spielen, jedoch nur, wenn jeweils zwei Personen ein Kart steuern. Überhaupt kann in einem Grand Prix mit höchstens 2 Karts gespielt werden. Alle anderen Modi (Also ein Wettrennen oder ein VS-Battle – dazu später mehr) dürfen wild gemixt sein (also sowohl 4 Player – 4 Karts als auch 4 Player – 3 Karts o.Ä.) – ich hoffe das System ist verständlich.
Nach dieser schrecklich langen Einleitung nun aber mal wirklich, endlich ans zocken. Haben wir es wirklich mit dem Weihnachts-Seller für den GameCube zu tun?
Steuerung:
Die Steuerung gibt es in diesem Spiel in drei Varianten. Einmal die Solo-Steuerung in welcher ich beide Charaktere auf meinem Kart gleichzeitig steuere. Diese Steuerung ist schon nach wenigen Sekunden vollkommen im Herzen verankert und lehnt sich an die vorangegangenen Steuerungen der Mario Kart Teile an – so ist Sliden mit dem R- oder L-Knopf kein Problem.
Wichtig ist eventuell noch das schmeißen von Items (übrigens gibt es in Mario Kart: Double Dash!! spezielle Items für jeden Fahrer – so hat z.B. Donkey Kong eine „Spezial-Banane“ und Yoshi kann mit Eiern werfen etc.) denn dort hat man dank X & Y Knopf zwei Möglichkeiten geschaffen. Mit Y wirft man den Gegenstand wie gehabt (also z.B. einen Panzer nach vorn oder eine Banane nach hinten) mit X jedoch in die Andere Richtung. Nachdem man sich zwei Mal vertan hat ist aber auch diese Hürde kein Problem.
Hinzu kommen jetzt noch die beiden anderen Steuerungsmöglichkeiten. Einmal die „nur-Fahrer“ Methode in welcher man einfach der Benutzung des X und Y Knopfes beraubt wurde, und die „Aufsitzer-Steuerung“ in welcher man mit dem L- bzw. R-Knopf passierende Kontrahenten einfach aus dem Sitz hauen kann oder – falls man kein Item zur Hand hat – mit X oder Y hupen bzw. winken kann.
Switchen kann man zwischen der Position der einzelnen Charaktere durch antippen des Z-Knopfes – falls man zu zweit ein Kart steuert müssen beide gleichzeitig Z drücken. Dadurch wird eine Absprache erzwungen und bei unseren Test-Multiplayer-Matches hat gerade dieses Feature für reichlich Spaß gesorgt.
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