Madden 2003
Review von J.Hampf (mail) | 15. Dezember 2002 | PAL Version

Football-Fans in Europa haben es nicht leicht. Von der Fülle der Footballspielen in Amerika ist hier nichts zusehen. Da bleibt dem europäischen Football Fan nicht viel Auswahl und man muss letzten Endes wohl zu Madden 2003 von EA greifen. Doch die Entwickler von EA müssen hoffen, dass dem Käufer das Spiel nicht beim lesen der Rückseite aus der Hand fällt, und jener schnell und kreischend aus dem Laden rennt. Denn was EA den Spielern zumutet, passt unter keinen Hut mehr. Madden 2003 verbraucht auf der Memory Card 59 Böcke! Wenn man also nicht im Besitz einer 256 Memory Card oder einer 1019 ist, ist man ziemlich aufgeschmissen! Hat sich der Käufer wieder regeneriert, und das Spiel dennoch gekauft, darf er sich auf ein komplexes und einsteigerfreundliches Spiel freuen.

Gameplay:
Nachdem eigentlich gar nicht vorhandenen Intro, man sieht nur verschiedene NFL Größen "EA, it´s in a game" sagen, öffnet sich das Hauptmenü. Auf den ersten Blick stehen relativ wenige Modi zur Auswahl, sprich: Play now (Freundschaftsspiel) "Game Modes", "Features", "Settings" und Inside EA Sports". Doch sobald man auf einen Punkt klickt öffnen sich einem wieder duzende neue Möglichkeiten. Madden 2003 ist wohl das momentan komplexeste EA Spiel und es würde Tage dauern alle Möglichkeiten zu beschreiben. Ich bemühe mich alles so gut es geht zu erklären. Bevor wir zum eigentlichen Spiel kommen, statten wir dem Optionen einen Besuch ab. Diese bieten neben den Soundeinstellungen in denen man die Lautstärke regulieren oder den Kommentar ein/ausschalten kann, den Grafikeinstellungen, in denen man unter anderem bis zu sieben Kameraperspektiven auswählen kann, auch die sehr wichtigen Gameplay-Einstellungen. In denen kann man Unmengen von Einstellungsmöglichkeiten hat, sprich die Spiellänge der einzelnen Quarters bestimmen (ein Spiel hat vier Quarters).Man kann von einer Minute bis zu 15 Minuten machen. Wobei ich drei oder vier Minuten für angemessen halte, denn ab fünf Minuten dauern die Spiele länger als eine Stunde. Dann stehen insgesamt vier verschiedene Schwierigkeitsgrade (Rookie, Pro, All-Pro und All-Madden) wobei ich gerne mal jemanden sehen würde, der auf All-Madden gewinnen kann. Nun kann man noch das Wetter, den Passmodus und so weiter einstellen. Der wichtigste Punkt für Anfänger in den Gameplay-Einstellungen ist jedoch der EAsy Play Modus (netter Witz von EA mit dem EAsy) Hier können Anfänger einstellen, dass sie beim Rennen, fangen und passen vom Computer unterstützt werden und man ebenfalls die Möglichkeit, die Härte der Strafen zu bestimmen. Wer schon etwas weiter fortgeschritten ist, der hat die Möglichkeit sich sein eigenes Spielbuch zu entwerfen. Darin könnt ihr eure Züge eingeben, und könnt diese während dem Spiel wieder aufrufen. Nachdem ich alles nach meinen Wünschen eingestellt habe, verlasse ich das Optionsmenü und riskiere mal einen Blick in die Rubrik "Inside EA Sports" Dort kann ich mir einige Videos zu den kommenden EA Titeln anschauen oder wie die NFL Profis Madden spielen. Ich verlasse diese Rubrik und wähle "Features" aus. Auch hier bieten sich mit wieder einige Einstellungsmöglichkeiten. Zum Beispiel kann man eigene Spieler kreieren an dieses Spielern kann man eine Menge Dinge verändern. Von Hautfarbe, über Größe bis hin zu der Farbe von den Armbändchen. Doch in der Rubrik Features kann ich nicht nur Spieler kreieren, sondern komplette Mannschaften. Nachdem ich mir einen Namen für mein Team ausgedacht habe, kann ich mir ein Logo aussuchen, Trikots erstellen und sogar die Stadionkapazität einstellen. Mir fällt spontan kein anderes Spiel ein, in dem man so viele Einstellungen vornehmen konnte. Der nächste große Punkt neben dem Spielzüge bearbeiten und dem Stat Book, in welchem man viele Informationen über jedes Team bekommen kann, sind die Madden Cards. Bei diesen ominösen Karten handelt es sich um eine Art Sammelkarten. Wenn man verschiedene Aufgaben erfüllt, bekommt man Madden Cards, die wiederum im Card Book gesammelt werden. Diese Karten kann man mit menschlichen Spielern tauschen oder sie in einem Multiplayermatch gegen einen Freund einsetzten. Auf der Rückseite jeder Karte stehen die Vorteile, die diese Karte mit sich bringt. Da ich nun endlich spielen will, wähle ich den "Games Mode" aus. Hier bieten sich mir 7 neue Auswahlmöglichkeiten. Ich werde auf alle Modi kurz eingehen:

Minicamp:
In diesem Modus muss man verschiedene Aufgaben in den unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen meistern. Man bereist verschiedene Orte und muss dort einen "Drill" absolvieren, und wenn euer Können dort für einen Pokal reicht, müsst ihr das eben gelernte in einer Spielsituation einsetzen. Als Belohnung winken dort Madden Cards.

Franchise:
Der Franchise Mode ist der größte Modus. Man spielt ganze 30 Saisons, und ist Trainer, Manager und Spieler in einem. Da sich das Alter der Spieler verändert, muss man sich auch um den Transfer von jungen und guten Spielern kümmern. Doch es ist nicht gesagt, dass die Spieler immer gleich gut bleiben. Je nach Leistungssteigerung in einer Saison ändern sich am Ende jener, die Fähigkeiten und Werte der Spieler. Wenn man einen Spieler eines andren Teams ins Auge gefasst hat, kann man diesen beobachten, und anhand des Spielberichtes erfahren wie sich der Spieler gemacht hat. Eine gute Sache, so kann man überprüfen, ob der Wunschspieler nur einen guten Tag hatte, oder seine Leistung konstant über mehrere Spiele halten kann. Hat man die Einstellungen nach seinen Wünschen getroffen, darf man durch drücken in die Play Week starten, und die Jagd nach dem Super Bowl beginnt.

Tournament:
Hier hat man die Möglichkeit sein eigenes kleines, oder großes Turnier zusammenzustellen. Man wähl aus wieviele Mannschaften von Menschen und wieviele vom PC gesteuert werden sollen. Danach muss man sich gegen die anderen Teams behaupten.

Two Minute Drill:
In diesem Modus dürft ihr auf Highscore jagt gehen. Ihr habt zwei Minuten lang Zeit so viele Punkte wie möglich zu machen. Die eroberten Punkte werden dann in einer Rangliste präsentiert.

Football 101:
Der Anfängermodus schlecht hin. Hier werden Anfänger über die Regeln aufgeklärt und man bekommt von John Madden persönlich erläutert alle möglichen Spielzüge und deren richtigen Einsatz. Wenn wir es ihm dann korrekt nachmachen winken Madden Cards. Klasse Modus, für alle die, die noch nichts mit Football zu tun hatten.

Practice:
Neben dem Football 101 Mode gibt es den Practice Mode. Nachdem man sich für eine Mannschaft entschieden hat, bietet der Modus die Möglichkeit, die kompletten Spielzüge, sowie Kicks, etc. zu üben.

Situation:
Der Situationsmodus ist für alle da, die herausfinden wollen, wie gut sie sind. Man kann sich verschiedene Situationen einstellen. Zum Beispiel: Dein Team liegt mit fünf Punkten zehn Sekunden vor Schluss zurück und du kannst das Spiel nur noch gewinnen, wenn dem gegnerischen Team den Ball abnehmen kannst, und noch rechtzeitig einen Touchdown machst. Das ist eine der unendlich vielen Möglichkeiten, bzw. Situationen.



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