Fortsetzung
Killer 7 Von S.Altemeier
Den wohl unscheinbarsten Spielhelden wird man in nächster Zeit in Killer 7 zu spielen bekommen. Denn in dem schon vor einiger Zeit gleichzeitig mit Viewtiful Joe angekündigten Game von Capcom wird der Spieler in die Rolle des Rollstuhlfahrers Harman Smith versetzt werden, der als gefährlichster Killer der Welt gilt und das trotz seines Handicaps. Diesen Ruf verdankt er vor allem seiner übernatürlichen Fähigkeit, die es dem Killer erlaubt in andere Personen zu schlüpfen, die sich alle in ihm selbst befinden. Da man sich mit einem schizophrenen Killer bei Capcom natürlich nicht zufrieden geben wollte, spendierte man dem Protagonisten einfach sechs weitere Persönlichkeiten, die sich alle in der Spielrealität spielen lassen werden. Das ganze an sich wäre sicherlich noch nicht sehr interessant, wenn die einzelnen Herren (und auch eine Dame), die in Mr. Smiths Kopf schlummern, nicht alle unterschiedliche Fähigkeiten besäßen, wie zum Beispiel Telekinese oder die Fähigkeit durch Wände zu gehen. Diese Fähigkeiten müssen im Spiel dann später kombiniert werden um Rätsel zu lösen und weiter zu kommen.
Stellt sich natürlich die Frage warum man denn unbedingt weiterkommen muss, denn sieben Gestalten in einer Person mögen ja ganz nett sein, bloß was soll man damit, wenn man nichts zu tun hat? Und genau deshalb gibt es auch bei Killer 7 einen Oberbösewicht namens Kun Lan, der durch seine Fähigkeiten die Gedanken der Menschen kontrollieren kann und sich somit auch dazu gezwungen sieht, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Auf dem Weg dorthin kommt seinen Mitstreitern allerdings auch die große Liebe des Profikillers in die Quere und wird von diesen aus dem Leben gerissen, So soll es wohl zum großen Showdown zwischen Smith und Kun Lan kommen. Bis dahin aber müssen viele Rätsel gelöst, Aufgaben gemeistert und natürlich auch viele Gegner aus dem Weg geräumt werden.
Diese Gegnerbeseitigung wird ebenso wie der Rest des Spiels in einer abgedrehten Version des Cel-Shading Looks dargestellt. Im Gegensatz zu Zelda: The Wind Waker wird die Atmosphäre düster, die Kameraperspektiven skurril und der Einsatz des roten Lebenssaftes recht ausgiebig sein, so dass ein passender Grafikstil zur recht abgedrehten Story gefunden wurde. Was uns allerdings genau erwartet, werden wir wohl erst nach dem Erscheinen am 1. April 2005 wissen.
Star Fox Assault Von A.Held
Nachdem es Fox McCloud in Starfox Adventures eher ruhiger angehen lassen durfte, kehrt er in Starfox Assault nun wieder zu seinen Wurzeln zurück: Mit Starfox Assault erwartet uns ein reinrassiger Shooter im Stil von Lylat Wars. In bisher veröffentlichten Videos war zu sehen, wie Fox sich am Boden mit verschiedenen Waffen und in einem Panzer Gefechte lieferte. Doch auch klassische Missionen, in denen man mit seinem Arwing einen vorgegebenen Pfad entlang fliegt und die gegnerischen Raumschiffe aufs Korn nimmt, werden im Spiel enthalten sein. Fans der auf dem SNES beziehungsweise N64 erschienenen Vorgänger sollten sich diesen Titel auf jeden Fall vormerken. In Europa wird der Titel voraussichtlich im 2.Quartal 2005 auf den Markt kommen.

Baten Kaitos Von A.Held
Nach Tales of Symphonia veröffentlicht Namco mit Baten Kaitos bereits das zweite Rollenspiel auf dem Gamecube. Im Gegensatz zu Tales of Symphonia war Baten Kaitos in Japan aber alles andere als erfolgreich, weshalb zunächst unsicher war, ob das Spiel überhaupt jemals auf dem Festland erscheinen würde - glücklicherweise hat sich Namco dafür entschieden, und das Spiel offiziell für Europa angekündigt.
Der Titel wurde von Monolith entwickelt, die auf der PS2 bereits mit Xenosaga gezeigt haben, dass sie einiges drauf haben. Entsprechend viel versprechend klingen die Ansätze des Spiels: Die Bewohner der Welt von Baten Kaitos haben es sich nämlich angewöhnt, sämtliche Waffen, Gegenstände usw. in Karten zu verwandeln und so zu speichern. Dementsprechend werden auch die Kämpfe in Baten Kaitos mit über 1000 offensiven und defensiven Karten ausgetragen, aus denen ihr euch ein Deck zusammenstellen könnt - anders als in den meisten Trading Card Games lassen sich die Charaktere jedoch auch auf normalem Wege mit Erfahrungspunkten entwickeln.
Da noch kein konkreter Releasetermin für Europa feststeht, kann man aber leider noch nicht damit rechnen, dass das Spiel bereits in den ersten Monaten des Jahres hierzulande erscheinen wird. Wer in Erwägung zieht das Spiel deshalb zu importieren, darf sich Anfang nächsten Jahres auf ein Import-Review zu Baten Kaitos freuen, in dem wir euch sagen werden, ob sich ein Import lohnt.
Donkey Konga 2 Von A.Held
Als Nintendo Ende des Jahres Donkey Konga in Europa veröffentlichte, waren viele Spieler begeistert von dem neuartigen Spielprinzip. Im Land der aufgehenden Sonne, war das nicht anders. Kein Wunder also, dass Namco in Japan bereits eine zweite Disc mit neuen Songs herausgebracht hat und auch schon eine dritte Disc angekündigt hat. Das Spielprinzip bleibt dabei unverändert. So muss man auch im zweiten Teil wieder im Takt der Musik die rechte, linke oder beide Trommeln schlagen oder in die Hände klatschen. Vor einigen Wochen verschickte Nintendo Mails mit Links zu einer Umfrage, in der europäische Spieler über ihren Musikgeschmack befragt wurden - ein klares Indiz dafür, dass auch Europa eine zweite Disk bekommen wird, die - wie schon der erste Teil - wieder an den europäischen Musikgeschmack angepasst wird.
Ein genauer Releasetermin für Donkey Konga 2 steht bis dato noch nicht fest.
Odama Von K.Witecy
Mit Odama befindet sich momentan ein eher unscheinbarer, aber dennoch sehr innovativer Titel für den Nintendo GameCube in Entwicklung.
Odama ist eine um Echtzeit-Strategie Elemente bereicherte Flipper-Simulation, die thematisch in der Zeit des feudalen Japans angesiedelt ist. Mit einer handvoll tapferer Samurai müsst ihr den gegnerischen General besiegen, der sich wohl verschanzt am oberen Ende des Spielfelds befindet. Dieser sendet jedoch Truppen aus, um eure Samurais nieder zu strecken und die Schlacht für sich zu entscheiden. Zum Glück lassen sich diese Heerscharen relativ einfach mit Hilfe der Flipperkugel überrollen. Weitere natürliche Hindernisse, wie zum Beispiel ein reißender Fluss, lassen sich durch gezielte Schüsse auf vorhandene Bumper überwinden.
Odama ist damit erfreulicher Weise ein sehr innovativer Titel, der aber ohne Zweifel wohl nur die wenigsten Mitglieder der breiten Zockergemeinde ansprechen wird. Wer sich jedoch für eine gute Flippersimulation auf dem GameCube interessiert, sollte sich diesen Titel auf jeden Fall vormerken. Einen genauen Releasetermin gibt es hingegen noch nicht, das Spiel soll jedoch noch im Jahre 2005 erscheinen.
The Legend of Zelda Von K.Witecy
Auf der E³ 2004 war es soweit. Nachdem Nintendo den innovativen Nintendo DS präsentiert hatte und der gut informierte Journalist dachte, dass Nintendos Pressekonferenz nun beendet wird oder zumindest ihren Höhepunkt erreicht hatte, ließ Nintendo die Bombe platzen.
Das Licht wurde im Saal verdunkelt und man ließ einen Spiele-Trailer auf der großen Leinwand ablaufen, der die Menge der anwesenden Reporter euphorisch werden ließ. Nintendo zeigte ein paar Ausschnitte aus Links neuestem Abenteuer The Legend of Zelda, in realer 3D-Grafik. Die Sensation war perfekt. Endlich erhörte Nintendo das Flehen zahlreicher Nintendo-Fans und entwickelt ein Zelda abseits des Cel-Shading Grafikstils von The Legend of Zelda: The Wind Waker.
The Legend of Zelda kehrt in den Grundzügen zurück zu den Wurzeln der Saga. Link ist im Gegensatz zum letzten GameCube-Auftritt in Wind Waker erwachsener und befindet sich in einem Teenager-Alter von etwa 16 Jahren. Link wird außerdem wieder auf dem Rücken eines Pferdes Platz nehmen und reitend die Welt - vermutlich auch wieder Hyrule - erkunden. Ob es sich bei dem Pferd im bisher einzigen gezeigten Trailer um Epona handelt, ist ebenso unklar wie die Story und weitere Einzelheiten des Spiels. Eine gravierende Neuerung des Spiels ist auf jeden Fall, dass man Feinde nun vom Rücken eines Pferdes aus bekämpfen kann. Dieses Feature kam bisher noch in keinem Zelda Teil zur Geltung.
Grafisch kann The Legend of Zelda sogar schon in diesem frühen Stadium überzeugen. Links Animationen sehen bereits sehr gut aus und auch der Detailreichtum der Figuren ist enorm. Nur die Umgebungsgrafik sieht in manchen Abschnitten noch etwas trist aus. Bis zum Release hat Nintendo jedoch noch genügend Zeit dies zu verbessern. Die Lichteffekte, besonders beim Tag- und Nachtwechsel sind ebenfalls schon sehr gelungen und lassen das gewohnte „Zelda-Feeling“ aufkommen.
Ansonsten hält sich Nintendo bislang mit neuen Informationen, Videos und Screenshots leider sehr zurück, sodass man sich bis zur nächsten E³ Messe im Mai 2005 gedulden muss. Dort will Nintendo The Legend of Zelda nämlich in spielbarer Form präsentieren und vorrausichtlich auch einen genauen Releasetermin bekannt geben. Bis dahin bleibt also nicht anderes übrig, als sich zu gedulden und sich mit anderen Spieletiteln die Wartezeit zu versüßen.
Fakt ist in jedem Fall, dass Nintendo mit The Legend of Zelda ein ganz heißes Eisen im Feuer hat, welches man schon jetzt als eines der großen Spielhighlights 2005 ansehen kann.

Advance Wars: Under Fire Von A.Held
In Japan ist die Wars-Serie schon seit NES-Zeiten für ihr komplexes Spielsystem bekannt. Nachdem der GBA-Ableger der Strategie-Serie, Advance Wars, auch in Europa veröffentlicht wurde, erfreut sich die Serie hierzulande ebenfalls großer Beliebtheit.
Der neueste Ableger der Serie, der auf den Gamecube erscheint, ist - im Gegensatz zu allen anderen Teilen der Serie - ein Action-Titel. So könnt ihr als Fußsoldat oder in verschiedenen Fahrzeugen wie Panzern oder Kampfhubschrauben aktiv ins Geschehen eingreifen. Außerdem könnt ihr - ganz ähnlich wie in Pikmin - euren verbündeten Einheiten taktische Anweisungen geben. Nintendo plant hier also eine Mischung aus Action und Strategie. Wie sich Advance Wars: Under Fire letztendlich schlagen wird, wird sich nächstes Jahr zeigen. Ein konkreter Termin in 2005 steht leider ebenfalls noch nicht fest.
Geist Von B.Klitzing
Nintendo ist generell eher weniger für düstere Spiele bekannt, aber spätestens seit Eternal Darkness, Metroid Prime und Metal Gear Solid: The Twin Snakes weiß man, dass die diversen Second Party-Entwickler dazu imstande sind, auch ohne Knubbelnasen und Pastellfarben zu unterhalten. Dies soll nun auch mit Geist unter Beweis gestellt werden.
In der Ego-Perspektive steuert man den namensgebenden Geist und versucht sich durch lineare Schächte zu kämpfen, wofür man unter anderem in den Körper diverser Soldaten schlüpfte oder auch eine Selbstschussanlage im wahrsten Sinne des Wortes infiltriert. Auf der Games Convention 2003 spielte sich das Ganze noch sehr actionlastig was auch der Multiplayer-Part unterstrich: In uninspirierten Arealen ging es darum, sich möglichst schnell einen der regungslos herumstehenden „Menschen-Wirte“ zu sichern und mit ihm dann auf die Jagd nach den Mitspielern zu gehen. Zwar gab es die Option, den Körper zu verlassen und sich einen neuen zu suchen, der möglicherweise in der Situation geeigneter ist, aber die etwas schwammige Steuerung und das „been there, done that“-Gefühl ließen noch Platz zur Verbesserung.
Genau das hat sich wohl auch Entwickler N-Space gedacht und zur Games Convention 2004 eine generalüberholte Demo bereitgestellt:
Der Multiplayer-Part stand zwar nicht mehr zur Verfügung, aber dafür zeigte der Singleplayer-Part die neue Marschrichtung klar an: Weg vom Ego-Shooter-Einerlei, hin zu einem Ego-Action-Adventure.
Der spielbare Abschnitt war zwar wieder einmal sehr linear, aber dafür umso abwechslungsreicher: Natürlich ist der Geist als Spielfigur geblieben und er übernimmt auch weiterhin die Kontrolle über Mensch und Selbstschussanlage, aber dies gestaltet sich nicht mehr so einfach wie zuvor. Neuerdings müssen Menschen zunächst weit genug geängstigt werden, damit man ihn sie schlüpfen kann. Das geschieht beispielsweise dadurch, dass man per Selbstschussanlage die umstehenden Kameraden eines Soldaten ausschaltet, woraufhin der sich ängstlich in die Ecke kauert.
Was auf der GC noch nicht spielbar war, aber später im Spiel folgen soll, sind noch deutlich ausgefeiltere Möglichkeiten, seine Geisterfähigkeiten einzusetzen, etwa das Umherfliegen-Lassen kleinerer Gegenstände, das Ausschalten von Notebooks oder auch größere Aktionsketten, wie das Personifizieren eines Hundenapfes um einen Hund zu erschrecken, der dann kontrolliert werden kann und wiederum einen Wachmann ängstigt, etc.
Die Feuergefechte, die trotz aller Adventure-Elemente noch eine große Rolle spielen werden, wurden ebenfalls verbessert. Zum einen geschah dies durch die bessere Steuerung, zum anderen aber auch durch kleine Elemente wie Granaten oder auch Feuerlöscher an den Wänden, die die Umgebung „echter“ erscheinen lassen. Diese Elemente können aber auch taktisch genutzt werden, indem man sie beschießt wenn ein Feind in der Nähe ist, oder auch indem man in sie hineinschlüpft und im richtigen Moment aktiviert.
Geist will weder Metroid Prime noch Halo 2 oder Killzone Konkurrenz machen, aber als geradliniges Action-Adventure mit starken Ego-Shooter-Anteilen macht es bislang eine sehr gute Figur und könnte trotz mittelprächtiger Grafik eine grandiose Überraschung werden und Fans beider Genres ansprechen. Geist soll im Laufe des Jahres 2005 erscheinen, einen genauen Termin hat Nintendo noch nicht bekannt gegeben.
Neben diesen aufgelisteten Titeln, den kürzlich neu angekündigten Kirby Adventure und Mario Baseball, dem neuen Pokemon RPG und noch die dazu kommenden Multiplattformtitel wie zum Beispiel die jährlichen Sportspiel-Updates von Electronic Arts in Form von Fifa 2006, Madden 2006, NHL 2006 und Tiger Woods 2006, erwartet uns 2005 bestimmt noch die ein oder andere Software-Überraschung beziehungsweise Neuankündigung, auf die wir uns freuen können. Gerade auf die E³ 2005, die vom 18.Mai bis zum 20.Mai in Los Angeles stattfindet, darf man sich besonders freuen. Neben Spielneuankündigungen für den GameCube, GameBoy Advance und Nintendo DS, wird Nintendo weiter auch erstmal den Nintendo Revolution der Öffentlichkeit präsentieren.
Von S.Altemeier, K.Witecy, B. Klitzing, A.Held, M.Wehmeier
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