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Special von K.Witecy (mail) | 15. September 2005
Machen wir uns nichts vor. Die alte Konsolengeneration wendet sich mit großen Schritten dem Ende zu. Zwar erwarten den GameCube Besitzer mit Titeln wie Geist, Fire Emblem Path of Radiance, Battalion Wars, Dancing Stage Mario Mix oder Super Smash Football dieses Jahr und Anfang nächsten Jahres mit dem Most Wanted Titel Nummer eins, The Legend of Zelda: Twilight Princess, noch einige echte Highlights, dennoch wird mit dem Release der Xbox360 Ende November in den USA und am 2.Dezember in Europa, schon die erste der drei neuen Konsolen auf den Markt geworfen. Kein Wunder, dass sich deswegen zu diesem Zeitpunkt schon viele nur noch mit den Next Generation Konsolen beschäftigen. Dennoch ist es sehr interessant zu sehen, dass in diversen Videospiel-Foren eine andere Next Generation Plattform für wesentlich mehr Aufregung sorgte und immer noch sorgt, obwohl zu dieser nur eine handvoll fester Fakten besteht, im Gegensatz zu der bereits erwähnten, ersten Next Generation Konsole die auf den Markt kommen wird.
Die Rede ist natürlich von Nintendos nächster stationären Heimkonsole, dem Nintendo Revolution. Kein Thema beschäftige Nintendo-Fans, aber auch Nintendo eher negativ eingestellt Spieler, mehr, als die Frage, was die Revolution am Nintendo Revolution selbst denn eigentlich sein soll. Als sich dann langsam die jährlich in Los Angeles stattfindende, E³ Messe im Mai näherte, rechnete so gut wie jeder mit einer Auflösung des Rätsels auf der im Vorfeld stattfindenden Pressekonferenz von Nintendo. Jedoch kam es nicht dazu, da Nintendo sich auf dieser Messe eher auf aktuellere Themen beschränkte und den Revolution eher stiefmütterlich behandelte. So kamen nur einige neue, sicherlich sehr interessante, Infos zum Vorschein. Über das einzigartige, neue Konzept der Konsole wurde hingegen weiter geschwiegen, was für sehr viel Unmut und Enttäuschung sorgte.
Wenigstens wusste man seit diesem Event wie der Revolution aussehen würde, zumindest wie er theoretisch aussehen könnte. Denn als Nintendos Präsident Saturo Iwata auf der Konferenz ein kleines, stylisches und schwarzes Gehäuse, mit einem blauen Lasereinzug präsentierte, revidierte er dies sofort wieder mit der Aussage, dass es sich dabei jedoch nur um einen Prototypen handelt und sich das finale Design durchaus von dem des Prototypen unterscheiden könne. Selbst die Farbgebung ist bislang noch nicht definitiv, soll sich aber nach den Wünschen der Käufer richten. Außerdem wird die Konsole zum Launch höchstwahrscheinlich nicht nur in einer, sondern mindestens einer weiteren Farbe erscheinen, ähnlich wie auch schon beim Nintendo GameCube. Das Gerät lässt sich dabei sowohl horizontal als auch vertikal im heimischen Spielezimmer positionieren.
Anders als der Nintendo Gamecube wird der Nintendo Revolution 12cm optische Discs und auch DVD-Filme abspielen können. Letzteres aber nur mit einer optionalen Zusatzhardware, die laut Nintendo aber so in die Konsole integriert werden kann, dass sie von außen nicht sichtbar ist. Wie auch die anderen Next-Generation Systeme wird auch der Revolution von Haus aus via Wi-Fi kabellos internetfähig sein. An einem guten Onlinekonzept arbeitet Nintendo auch schon, wobei man sich diesbezüglich noch immer sehr bedeckt hält und auf einen späteren Zeitpunkt verweißt. Eine wichtige und auch bei den Fans sehr gut angekommene Nachricht war hingegen, dass Nintendo für das Online-Gaming, wie auch beim Nintendo DS, keine zusätzlichen Gebühren verlangen wird und man somit kostenlos gegen Spieler aus aller Welt antreten werden kann.
Zum Thema Controller, welcher wie wir heute wissen mitentscheidend für den Namen „Revolution“ sein soll, wurde hingegen rein gar nichts bekannt gegeben. Lediglich die Tatsache, dass dieser nach dem Vorbild des GameCube Wavebird Controllers kabellos sein wird, sowie einige, den Nintendo-Fan verrückt werden lassende, Andeutungen, die auf eine Einzigartigkeit des Eingabegerätes schließen lassen, wurden erwähnt. In späteren Interviews hat Nintendo mehrmals von einem „very unique“, einem wirklich einzigartigen Controller gesprochen, von dem man sehr überrascht sein wird, da er sowohl sehr viele neue Möglichkeiten bieten, aber dennoch niemanden abschrecken und leicht zu bedienen sein soll. Als dann daraufhin einige Gerüchte aufkamen die besagten, dass der Controller wohlmöglich zu „innovativ“ werden könnte und man keine Spiele in der Form, wie wir sie heute kennen, spielen könnte, was sich zugleich sehr negativ auf Multiplattform-Spiele auswirken würde, kam vor einigen Wochen dann die Erleichterung. Nintendo hat bekannt gegeben, dass man sich deswegen keine Sorgen machen soll, da mit dem Controller des Revolutions sowohl innovative und einzigartige, sowie auch alle klassischen Arten von Spielen möglich sein werden. Eine Konkretisierung in Hinblick auf das Steuerungsschema blieb hingegen weiter aus.
Trotz der in dieser Hinsicht enttäuschenden Darbietung, gibt es dennoch noch einige andere Aspekte, die Nintendo schon zum Thema Revolution bekannt gegeben hat. So verfügt die Konsole über einen 500MB großen, eingebauten Flashspeicher, sowie zusätzlichen Memory Card Slots. Auf diesem internen Speicher sollen zum einen Speicherstände, aber auch andere Daten, die mit Nintendos großer Abwärtskompatibilität zu tun haben, gespeichert werden. Der Revolution wird nämlich, durch die Möglichkeit alte NES, SNES und Nintendo 64 Spiele aus dem Internet via Wi-Fi auf den Revolution laden zu können, 20 Jahre erfolgreiche Nintendo-Firmengeschichte vereinen. Ebenfalls soll es möglich sein Videos und Downloads zu kommenden Spielen herunterzuladen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der downloadbare Inhalt nicht zwangsläufig kostenlos sein wird. Die Spieleklassiker werden so nur gegen einen noch unbekannten Preis zur Verfügung gestellt, wobei Nintendo auch einige Klassiker gratis anbieten will, beziehungsweise höchstwahrscheinlich auch ein Bonusprogramm, ähnlich dem Sternekatalog, errichten wird, bei dem man durch Käufe von Revolution Spielen Gutscheine für Spieledownloads erhalten wird. Für die downloadbaren Spieleklassiker sind bislang nur von Nintendo selbst vertriebene Spiele bestätigt, mit anderen Entwicklern wie Sega oder SquareEnix befindet man sich diesbezüglich noch in Verhandlung. Weiterhin wird der Revolution auch abwärtskompatibel zum Nintendo GameCube sein. Somit sind alle Titel die für den Würfel bereits erschienen sind beziehungsweise noch erscheinen werden, auf dem Revolution voll spielbar. Unter einer Seitenklappe verborgen, befinden sich deswegen 4 Controllerports und 2 Schächte für Memory Cards, die mit dem GameCube Zubehör kompatibel sind. Ebenfalls im Gehäuse des Revolutions integriert, befinden sich 2 USB 2.0 Ports, an die man weiteres technisches Schnickschnack anschließen kann.
Zum Thema Software überschlugen sich Nintendos Aussagen ebenfalls nicht. Man ließ aber verlauten, dass die internen Arbeiten an Spielen, sowie auch an onlinefähigen Spielen, bereits auf Hochtouren laufen und viele bekannte Nintendo Franchises wieder mit von der Partie sein werden. So wird das nächste Super Smash Bros. eines der ersten Onlinespiele und soll weiterhin bereits zum Launch der Konsole, im Jahr 2006, erscheinen. Ebenfalls angekündigt sind ein neues Metroid Prime, ein neues Zelda, sowie ein neues Mario Jump and Run, welches schon länger unter dem Titel „Mario 128“ gehandelt wird, allerdings bis zur endgültigen Veröffentlichung einen neuen Namen spendiert bekommen wird. Neben bekannten Nintendo Franchises will Nintendo jedoch auch diesmal wieder neue Franchises erschaffen, die dann auf dem Revolution ihr Debüt feiern sollen. Konkrete Infos diesbezüglich sind jedoch ebenfalls noch Fehlanzeige.
Nintendo erwartet weiterhin einen starken Third-Party Support. Erstes Zeichen dafür ist der Onlinetitel Final Fantasy Crystal Chronicles der von SquareEnix exklusiv für den Revolution entwickelt wird. Mittlerweile haben sich aber auch andere namhafte Entwickler wie Electronic Arts, Sega oder THQ zum Revolution bekannt und Support angekündigt, ohne dabei aber schon auf konkrete Pläne oder gar Spiele einzugehen. Der Nintendo Revolution soll zudem entwicklerfreundlicher als alle anderen Konsolen auf dem Markt sein, sodass auch kleinere Teams für diesen entwickeln und innovative Ideen verwirklichen können.
Das Konzept, innovative und neuartige Spiele zu entwickeln, steht bei Nintendo schon seit jeher ganz weit oben auf dem Programm und soll mit dem Revolution nun noch weiter ausgebaut werden. So kündigte Saturo Iwata und Shigeru Miyamoto selbst mehrmals in Interviews an, dass er etwas völlig Neues kreieren will und man eine komplett neuartige Art und Weise Spiele zu spielen, erleben wird. Konkret geworden ist er dabei jedoch bislang leider nicht, sodass das Warten auf die ersten Informationen dadurch auch nicht leichter geworden sind. Mehrmals betont wurde seitens Nintendo zudem auch, dass man mit dem Revolution sowohl Hardcorespieler als auch Gelegenheitsspieler, sowie Personen, die bislang keine Spieler waren, ansprechen will.
Ein weiteres, wichtiges Thema bei der Vorstellung einer neuen Konsole sind die Hardwarespezifikationen. Während sich Sony und Microsoft mit diesen auf ihren E³-Konferenzen die Teraflops, CPU´s und Taktfrequenzen nur so um die Ohren gehauen haben, legte Big N darauf bislang recht wenig wert und Präsident Iwata antwortete nur mit dem sinngemäßen, aber fast schon Kultstatus-erreichendem Satz: „You will see the graphics and say wow.“ Aus dieser Zurückhaltung lässt sich schließen, dass Nintendos Revolution den Konkurrenten in technischer Hinsicht wohlmöglich unterlegen sein wird und Nintendo voll auf die neuartige Spielerfahrung des Revolutions setzen wird. Dazu passend steht auch die Ankündigung, auf die High Definition Unterstützung zu verzichten, sodass nur 480p der Standart beim Nintendo Revolution sein wird. Diese Entscheidung muss zwar nicht zwangsläufig mit einer schwächeren Hardware zu tun haben, da man diesen Verzicht bei Nintendo mit der zu geringen Verbreitung an HD-fähigen Fernsehgeräten begründet, erscheint aber in Kombination mit dem sehr kleinen Gehäuse des Revolutions ( 3 DVD-Hüllen übereinander, sagt Nintendo) recht plausibel. Andererseits kann es im Endeffekt auch ganz anders kommen und Nintendo hat passend zum Launch, der wie bereits angedeutet irgendwann im Jahr 2006 erfolgen soll, eine mehr als konkurrenzfähige Hardware parat, sodass auch dieser angedeutete Nachteil sich in Luft auflöst. Beim Nintendo GameCube gab es im Vorfeld ebenfalls solche Gerüchte zur Leistungsfähigkeit, aber wenn man sich heute beispielsweise ein Resident Evil 4 ansieht weiß man, dass es letztendlich ganz anders gekommen ist.
Und so wird es auch beim Revolution sein…zumindest wenn man einigen „ehemaligen Nintendo Mitarbeitern“ glauben schenkt, die sich seit geraumer Zeit spontan dazu entschieden haben eine Gute Tat zu vollbringen und in so genannten - und in diesen Tagen sehr in Mode gekommenen - Blogs aus dem Nähkästchen plaudern. Inwiefern man diesen Aussagen glauben schenken kann, sei jedem selbst überlassen, wobei sich einige dieser Vorstellungen des Revolutions doch arg so anhören, als ob die Verfasser einen heimischen Klogeist hätten, der ihnen teilweise absolut absurdes und unrealistisches Zeug flüstern würde…
Andererseits stand auch öfters das Thema „Gyroscope“ im Mittelpunkt. Wer jetzt nicht auf Anhieb weiß was damit gemeint ist, sollte nur einmal an das kürzlich für den GBA erschienende Yoshi’s Universal Gravitation denken. In diesem Spiel lässt sich Yoshi durch Kippen des GBA ohne weiteres Tastengedrücke durch die Level steuern. Und in der Tat könnte an diesem Gerücht etwas dran sein. Im Jahre 2001 schloss Nintendo nämlich einen Vertrag mit der Gyration Inc., einem der führenden Hersteller eben solcher Sensoren, die dafür sorgen, dass durch Bewegungen des Steuerelementes (beispielsweise Controller, oder eben auch GBA) auch die jeweilige Figur in einem Spiel gelenkt wird. Nintendo hat sich mit dem Vertrag die Erlaubnis eingeholt, diese Technologien in neuen Controllern oder Ähnlichem einsetzen zu dürfen. Passiert ist dies bis heute nicht, denn die Sensoren in den aktuellen GBA-Spielen, wie eben das erwähnte Yoshi Game, sind eigene Entwicklungen, die weitaus simpler gestrickt sind und nicht annähernd an das Potential der Gyration-Technologie herankommen. Ob dieses Element alleine aber schon eine „Revolution“ ist, ist zu bezweifeln und lassen wir einmal dahingestellt. Jedoch wäre es als Teilaspekt des Revolutions durchaus denkbar und auch gar nicht so unwahrscheinlich, schließlich wäre es von Nintendo dumm, das Investment der Gyration-Technologie fallen zu lassen.
Letztendlich ist es aber sowieso nur Spekulation und ehe Nintendo selbst dem Spuck nicht ein Ende bereitet, wird dieses auch so weitergehen. Andere Möglichkeiten, die sonst noch Hoch im Kurs bei einigen „Insidern“ stehen, wäre eine Touchscreen-Bedienung ähnlich wie beim Nintendo DS, sowie drucksensitive Buttons bis hin zu futuristischen Spielehandschuhen oder gar „Visor-Helmen“. Das letzteres mehr oder weniger eine Anspielung auf das bei vielen bestimmt bekannten „Nintendo ON“ Video ist, möchten wir natürlich nicht bestreiten, näher darauf eingehen wollen wir andererseits hingegen auch nicht.
Wie auch immer, auf Nintendos E³-Pressekonferenz Mitte Mai wurde ebenfalls angekündigt, wann das schier endlos scheinende Warten denn nun ein Ende haben soll. Allerdings kam diese Ankündigung in einer nintendotypischen, arg präzisen Form: Ende des Jahres…
Morgen ist jedoch ein Tag, an dem es zum ersten Mal seit geraumer Zeit endlich wieder handfeste Informationen aus erster Hand geben könnte. Im Rahmen der vom 16. bis zum 18. September stattfindenden Tokyo Game Show, hält Nintendos Präsident Saturo Iwata, am morgigen Tag eine Keynote, in der er laut diversen Quellen, einige neue Details zum Nintendo Revolution bekannt geben wird. Die Rede wird Iwata morgen, also Freitag am 16.September, in Tokio um 11 Uhr Ortszeit halten, was dank der Zeitverschiebung zur Konsequenz hat, dass es hierzulande 4 Uhr morgens sein wird. Wir von GameCubeX sind jedoch optimistisch, dass es nach den ganzen Unwahrheiten und Spekulationen endlich wieder Fakten geben wird, über die wir hier auf GameCubeX gegebenenfalls natürlich berichten werden. Vielleicht können wir ja dann schon morgen, ein weiteres Kapitel in Sachen „Revolution-Informationen“ aufschlagen und somit einige Unklarheiten, die dieser Bericht noch nicht beantworten konnte, klären. Seit also gespannt und achtet morgen verstärkt auf unsere News um nichts zu verpassen. In diesem Sinne: Viva la Revolution….
Von K.Witecy
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