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Morgens um 9 Uhr ging es los: ein Kumpel, meine Mutter und ich (m/17)
stiegen ins Auto, vier bis fünf Stunden Autofahrt standen uns bevor, Bremen-Berlin
ist ein ganz gutes Stück. In Berlin angekommen hatten wir noch
massig Zeit und nutzten diese zum shoppen auf dem Ku´damm, wobei
ich hier noch eine kleine Story erzählen wollte:
Bei ProMarkt (vergleichbar mit MediaMarkt etc.) entdeckten wir acht Konsolen
der Firma Micro$oft, von denen drei (!) abgestürzt waren. Eine hing
beim Laden, eine im Menü und bei einer sah man nur einen schwarzen
Bildschirm mit einer grünen Schrift (und jetzt haltet Euch fest)
"Ihre Xbox muss gewartet werden, bitte rufen Sie den Kundenservice
an". Ist es nicht schön, auch die Xbox hat einen Bluescreen bekommen
und obendrein einen besonders sinnlosen.
Die Location des CubeClubs war das "Matrix" in Berlin,
ein Veranstaltungsraum, der aus mehreren Gewölben unter einem
ehemaligen Bahnhof bestand. Ein wirklich toller Ort für solch
eine Party, alles etwas kleiner als auf den anderen CubeClubs aber
einfach eine tolle Dekoration mit Fahnen, Scheinwerfern und natürlich
den Fernsehern, die inmitten dieser schaurig gemütlichen Katakomben
flimmerten.
Es tut mir wirklich Leid, dass ich keine Fotos machen konnte, aber
ich konnte keine Digital-Kamera mehr auftreiben.
Um 19:10 kamen wir beim Matrix an und stellten uns zu einigen anderen
Wartenden vor den Eingang. Es dauerte keine 10 Minuten, bis es ziemlich
voll wurde und alle gespannt darauf warteten, eingelassen zu werden.
Kurz nach halb 8 war es dann soweit, in mehreren Schüben wurden
wir in 4er-Gruppen in den Eingangsbereich gelassen, wo wir uns anmeldeten
und uns ein Nintendo-Band - mit einem Schildchen auf dem unser Name
stand - um den Hals hingen. Danach ging es erstmal in einen Raum mit
einer Bar, wo man sich etwas zu trinken nehmen bzw. bestellen konnte
und auf einer Leinwand ein Promotion-Video anschauen konnte. Dies
alles kam mir sehr bekannt vor aus den Berichten über die beiden
ersten CubeClubs in Deutschland ;-) aber das macht ja nichts, die
Stimmung war auf jeden Fall schonmal spitze, zumindest ich war happy
wie ein kleines Kind. Als dann auch die Letzten die Anmeldeprozedur
hinter sich hatten, wurden alle einen Raum weiter gelassen, wo sie
dann standen, die Würfel der Begierde.
Meine einzige Erfahrung mit dem Cube war, als ich auf der CeBIT Star
Wars spielen konnte, auf einem total verschwommenen Monitor. Natürlich
habe ich schon haufenweise Movies von GCN-Spielen aus dem Netz gesaugt
und auch im Fernsehen habe ich schon ein bisschen was gesehen, aber
wie die Grafik richtig rüberkommt, hatte ich noch nicht erlebt.
Deshalb war ich in den ersten Minuten schon genug damit beschäftigt,
einfach nur zuzuschauen. Ich wusste erst gar nicht, worauf ich meine
funkelnden Augen zuerst richten sollte. WaveRace, Luigis Mansion,
Pikmin, Eternal Darkness
Erst nach einiger Zeit traute ich mich
dann einen freien Controller in die Hand zu nehmen.
An dieser Stelle kürze ich ein bisschen ab, da sich dieser CubeClub
nur gering von den vorangegangenen unteschied. Es gab wieder ein Flying
Buffet, Trinken war natürlich auch alles kostenlos, es gab wieder
einen WaveRace-Wettbewerb, kleine Basketballkörbe, eine Verlosung,
man konnte Star Wars auf einer großen Leinwand spielen, sich
einen Cube mit seinem Foto drauf basteln und der durchgeknallte DJ
war auch wieder mit von der Partie.
Viele nette (und zum Teil sehr attraktive :-) Nintendo-Mädels
halfen einem mit der Steuerung und verbreiteten ganz einfach gute
Partystimmung.
Was auch klasse war, war die Tatsache, dass man fast immer irgendwo
spielen konnte. Die ersten 3 Stunden war es zwar recht voll aber ich
bin immer rumgegangen und kam nach kurzer Zeit immer wieder an einen
kürzlich frei gewordenen Controller, den ich dann natürlich
auch nicht übertrieben lange besetzte. Oder man stellte sich
irgendwo dazu, wo man Multiplayer spielen konnte und zockte gemeinsam
oder besser gesagt gegeneinander (habe ich doch tatsächlich gegen
ein Mädchen WaveRace verloren, ich merk schon, ich bin aus der
Übung ;-).
Die Stimmung war einfach super, die Location war passend gewählt
und vor allem dekoriert. Man steht da mit seinem V.I.P.-ähnlichen
Nintendo-Ausweis um den Hals und erlebt eine Videospielparty wie sie
im Buche steht, einfach einmalig.
Es gab nur einen einzigen, doch recht entscheidenden Nachteil: die
Musik. Viel zu laut, sodass eine Unterhaltung unmöglich war,
es war nur ein einziges Gedröhne, aus der man nur schwer den
Song erkennen konnte und die Bässe das Einzige waren, was man
mitbekam. Jaja, ich weiß ich bin altmodisch, ich hab ja auch
eigentlich nichts dagegen, Partystimmung kam dadurch wohl auf, aber
bei den schlechten Boxen war es doch recht nervig, sodass ich mich
lieber in dem Teil des Raumes gegenüber dem DJ aufhielt.
Aber sonst kann man nur sagen: Klasse Nintendo! Nintendo war bisher
immer eine ominöse Firma, die sich außer vielleicht auf
der Nürnberger Spielwarenmesse nie in Deutschland präsentierte,
doch die Idee mit den CubeClubs ist super und man merkt Nintendo das
erwachsenere, coolere Image an. Auch wenn es sich peinlich
anhört, es ist einfach nur cool, sowas erlebte man als Nintendo-Fan
noch nie.
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